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Pulpa Pyro Peru: pflanzliche Abfälle werden zu wertvollen Ressourcen

Warum ist dieses Projekt so wichtig?
Kaffee ist eines der beliebtesten Genussmittel und eine der zehn wichtigsten, international gehandelten Rohwaren. 2011 wurden weltweit etwa 8,5 Mio. t Rohkaffee geerntet. Ernterückstände stellen weltweit ein grosses Ressourcen-Potential, sowohl für die stoffliche als auch energetische Nutzung, sowie in einigen Fällen auch ein Entsorgungsproblem dar.
Pulpe (Kaffeefruchtfleisch) ist besonders schwierig direkt nutzbar und belastet beim Verfaulen Umwelt und Klima. Je Tonne Rohkaffee fallen etwa 1,8t Pulpe an, eine leicht saure, schlecht kompostier- und vergärbare Biomasse, die sich weder als Viehfutter, noch als Brennstoff eignet. Pulpe enthält jedoch pro Kilogramm Trockensubstanz 53 Gramm Kalium, einen wertvollen Mineral-Dünger, der dem Boden der Plantage entzogen wurde. Kaffeeplantagen müssen entsprechend stark und kostenintensiv gedüngt werden.

Die Anlage und ihr Einsatz für den Klimaschutz
Unsere Pyrolyse-Anlage soll auf Plantagen zum Einsatz kommen und die dort anfallenden Mengen organischer Abfälle wie Fruchtschalen nicht nur entsorgen, sondern dabei nutzbar machen.
Als Endprodukt der Pyrolyse entsteht Pflanzenkohle, die aus ökologischer und landwirtschaftlicher Sicht verschiedene günstige Eigenschaften hat. Sie bringt Kalium zurück in die Böden von Feldern und Plantagen, verbessert die Wasser-
und Düngeraufnahme und bindet Co2 im Boden.
Unsere Pilotanlage ist aktuell in Vietnam im Einsatz. Sie verarbeitet 100 kg Kaffeepulpe pro Stunde und produziert daraus etwa 30 kg Pflanzenkohle und 150 kW Heizleistung. Genug, um einen grossen 4 t-Kaffeetrockner zu beheizen und in nur 8 Wochen Erntezeit eine 40 Hektar-Plantage mit Bodenverbesserer und
Düngerspeicher zu versorgen.

Eine Lösung für die Abfall- und Co2-Thematik auf Plantagen wird greifbar.
Das Projekt wird von der REPIC-Plattform gefördert, dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, sowie von Blaser Trading und weiteren Stiftungen.

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Ihr Ansprechpartner

Schmid Martin

Schmid Martin
dipl. Maschinen-Ingenieur HTL / FH

062 387 31 37

Information in English

Zum Artikel über die Pyrolyse und das Jahr des Humusbodens