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Die Rollerflotte der Schweizerischen Post besteht seit Januar 2017 ausschliesslich
aus elektrisch betriebenen Dreiradfahrzeugen.
Doch nach sieben Jahren hartem Pöstler-Alltag sinkt die Kapazität der Antriebsakkus auf knapp 80 %. Zu wenig, um weiterhin für die Briefzustellung eingesetzt zu werden, aber mehr als genug für die Verwendung in einem stationären Stromspeicher.
Das Pilotprojekt «SecondLife» vom Ökozentrum, gefördert vom Bundesamt für
Energie (BFE), nimmt sich der gebrauchten Akkus an. Sie sollen in einem Speicherschrank weiterarbeiten und Solarstrom stationär über zehn Jahre speichern.
Anfang 2017 ist der Versuch angelaufen, vier Prototypen-Schränke mit gebrauchten Akkus aus den Zustellfahrzeugen der Marke Kyburz Switzerland gibt es bereits. Ein Pilotspeicher ist in der Umwelt-Arena Schweiz in Spreitenbach im Einsatz und kann im Rahmen der Führung «Blick hinter die Kulissen» besichtigt werden. Drei weitere sind in der Poststelle beim Hauptbahnhof Neuenburg in Betrieb.
Das Batteriemanagementsystem entwickelte das Ökozentrum; die Akkus werden
an der Empa getestet. Die Firmen Batteriewerk AG und Helion Solar begleiten das
Projekt, um nach Projektabschluss allenfalls Produktion und Vertrieb zu übernehmen.
Das Risiko liegt vor allem beim Preis. «Wir sind nicht allein auf dem Markt», sagt
Michael Sattler, Projetkleiter am Ökozentrum. «Aber betreffend Ökobilanz hätte unser Speicher zweifellos die Nase vorn.»

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Quelle: Empa Quarterly

Ihr Ansprechpartner

Sattler Michael

Sattler Michael
dipl. Biologe / dipl. Umweltingenieur NDS/FH

062 387 31 45